Saturday, February 04, 2012 Schriftgröße Schriftgröße: Normal Schriftgröße: Grö�er
Click here for the english Version of www.allgemeinebauzietung.de
-   Fachbeilage
Wohlfühlen auf dem „Marktplatz der Innovationen“
 
nordbau Wohlfühlen auf dem „Marktplatz der Innovationen“
Dirk Iwersen: „Die Größe der
Messe und ihr regionaler Be-
zug hat uns stark gemacht.” 
                       Foto: Oschütz
Zum Start der 55. NordBau 2010 (2. bis 7. September) ist von Krisenstimmung in der norddeutschen Bauwirtschaft und den nordeuropäischen Partnerländern kaum noch etwas zu spüren. Der „Marktplatz der Innovationen“ ist in diesem Jahr bis auf den letzten Quadratmeter ausgebucht. Im traditionellen NordBau-Interview der Allgemeinen Bauzeitung (ABZ) kurz vor Messebeginn beantwortete Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen GmbH, Fragen, die ABZ-Chefredakteur Rainer Oschütz stellte.

ABZ: Herr Iwersen, die NordBau scheint auch 2010 der „große Renner“ in der nordeuropäischen Bauwirtschaft zu werden. Ist das ein Signal, dass die Baubranche die Krise überwunden hat?


Iwersen: Ich glaube, dieses Thema muss man relativieren. Die NordBau hat trotz schwieriger Zeiten, die die Baubranche zu bestehen hatte, immer wieder positive Signale für die Entwicklung rund um den Bau gegeben. Hersteller, Händler von Maschinen und Baustoffen sowie Architekten und Bauingenieure nutzten und nutzen den Messeplatz Neumünster, um auch in Krisenzeiten der Fachwelt und den zahlreichen Besuchern Innovationen vorzustellen. Natürlich hoffen auch wir, dass sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland weiterhin stabilisiert. Mit Blick auf Nordeuropa glaube ich jedoch, dass Wachstumsraten wie vor der Rezession erst wieder 2012 wirksam werden. Das hat jedoch keine negativen Auswirkungen auf diese Messe. Über 900 Aussteller aus dem In- und Ausland nutzen uns auch in diesem Jahr als „Markplatz der Innovationen”. Auf 69 000 Quadratmetern Freigelände und über 20 000 Quadratmeter Hallenflächen werden über 70 000 Besucher erwartet.

ABZ: Ist dieser Trend vor Messebeginn rekordverdächtig?

Iwersen: Wichtig für uns ist die Qualität der Ausstellung. Wir gehören nicht zu den Messeveranstaltern, die auf „Biegen und Brechen“ immer neue Aussteller- oder Besucherrekorde in den Medien verkünden. Natürlich werten wir auch diese Statistik aus, um vielleicht neue Trends unter den Besucher zu erkennen. Beispielweise haben wir in der Vergangenheit gemerkt, dass Häuslebauer noch mehr über neue Baustoffe und Einrichtungen wissen wollen, die besser als bisher zum Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden beitragen. So entstand die Idee ein „Wohlfühlhaus“ vorzustellen. Architekten und Bauingenieure werden gemeinsam mit den Herstellern in Halle 7 dieses Thema den Besuchern näher bringen.

ABZ: Hat das auch etwas mit dem „Modebegriff“ Nachhaltigkeit zu tun?

Iwersen: Das hat nichts mit dem „Modewort“ zu tun. Nachhaltigkeit von Gebäuden fasst eigentlich die Qualitätsmerkmale zusammen, die auch in den vergangenen Jahren auf der NordBau in den Ausstellungsbereichen der Baustoffe, Bausysteme oder Architektur für uns wichtig waren. So sollen künftig Häuser den Nutzern Wohlbehagen, Gesundheit und Komfort bieten. Außerdem müssen Gebäude umweltfreundlich und Ressourcen sparend sein. Die Wirtschaftlichkeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dieses Topthema reicht bis hin zur Entwicklung der sozialen Struktur in den Wohngebieten. Ich glaube, diese Thematik wird uns auch in den kommenden Jahren beschäftigen.

ABZ: In der Vorbereitung dieser Messe stand das Thema Verkehrsentwicklung in Nordeuropa immer wieder im Mittelpunkt der Gespräche. Wie spiegelt sich das zur NordBau wieder?

Iwersen: Hersteller und Händler sind sich einig, dass sich ein modernes Verkehrsnetz in Nordeuropa auch auf ihre Geschäfte auswirken wird. Nehmen sie allein einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Europa, der in den nächsten Jahren um Hamburg und Lübeck entstehen wird. Ziel ist es, die Anbindung Skandinaviens mit den Ländern Mittel- und Osteuropas zu verstärken. Die Fehmarnbeltquerung oder der neue Containerumschlagplatz in Wilhelmshaven, die als Jahrhundertbauwerke bezeichnet werden, sind natürlich in den kommenden Jahren Topthemen auf der NordBau. Wir als nordeuropäischer Treffpunkt der Baubranche sehen uns als Tribüne für die Vorstellung neuester wissenschaftlich-technischer Lösungen für solche Bauwerke, die Nordeuropa nicht nur wirtschaftlich näher zusammenrücken lassen. Das gilt ebenso für den Ausbau der Häfen an der Nord- und Ostseeküste mit ihren Anbindungen von Schiene und Straße an die Metropolen wie Hamburg oder Kopenhagen. Zum Thema „Straßenbau und Verkehrsprojekte“ wird es in den kommenden Tagen Seminare und Fachvorträge geben.

Mehr lesen Sie in der ABZ 34/10.

Empfehlen Sie uns weiter:
Fügen Sie diese Seite Ihren Favoriten hinzu -
SERVICE
Aktuelle Ausgabe
ABZ 05/12, 03.02.2012
Aktuelle Ausgabe der Allgemeinen Bauzeitung ABZ
Fotostrecken
Wichtige Urteile im Baurecht
RECHTECK
Schäden durch Kanalarbeiten
Rechtsanwalt Hermann Röder
Rechtsanwalt Hermann Röder

Darum gehts: Eine Gemeinde beauftragt einen Bauunternehmer mit Kanalbauarbeiten in der Straße. Der Eigentümer eines angrenzenden Grundstücks bemerkt nach Arbeitsbeginn starke Setzungen des Hauses und des Gehsteigs. Die Beweiserhebung im Prozess ergibt, dass geplante Bauteile (Querriegel), die eine Drainagewirkung der Kanalbaumaßnahme auf Anliegergrundstücke und damit Setzungen benachbarter Gebäude verhindern sollten, nicht bzw. nur unzureichend hergestellt wurden.
Die Glosse der Allgemeinen Bauzeitung ABZ
Tuning

Über vier Milliarden Euro werden jährlich in der deutschen Tuningbranche umgesetzt. Der Wunsch, ein individuelles Gefährt zu bewegen, ist ungebrochen. Wer will schon ein Auto „von der Stange“ fahren. Dicker, breiter, tiefer lautet die Devise der Pimp-Szene, wie es neudeutsch heißt. Sogar Senioren können sich dieser Faszination nicht entziehen. Wer früher Opel Manta gefahren hat, will auch im Alter nicht zurückstecken. Aber was tun, wenn das jetzige Fortbewegungsmittel zwar auch vier Räder hat, aber geschoben werden will.
...mehr
Alle Artikel
Patzer Verlag Berlin Hannover
Koenigsallee 65, 14193 Berlin, Tel.: 030 - 89 59 03-0  | Alter Flughafen 15, 30179 Hannover, Tel.: 0511 - 674 08-0 
 

AktuellesAboShopMediadatenKontakt | Verlag | Terminkalender Baubörse | Videothek | Links | Newsletter 

Copyright 2009 by Patzer Verlag   Impressum Login
Ifat_Entsorga