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-   Fachbeilage
Gerüst freistehend nur über Dach verbunden
 
Gerüst konnte freistehend nur über Dach verbunden werden
Für die anstehenden Zimmer-
und Dachdeckungsarbeiten
mussten 2200 m2 eingerüstet
werden.  
      Foto: Altrad plettac assco
Esslingen (ABZ). – Die „Burg" in Esslingen am Neckar ist ein erhalten gebliebener Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung, der sich oberhalb der einstigen und heutigen Innenstadt befindet. Der besondere denkmalpflegerische Stellenwert der Burg und ihrer Burgstaffeln als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt am Neckar wurde längst erkannt. Ein großer Teil der mittelalterlichen Stadtmauer mit begehbarem Wehrgang blieb nördlich des Esslinger Marktplatzes erhalten. Da die Stadtmauer einen steilen Weinberg zur Burg hinaufführt, befindet sich auf dem Wehrgang eine lange Treppe, die Burgstaffel genannt wird.

Deren Holzkonstruktion ist um 1499/1500 entstanden. In der Burgstaffel werden ca. 77 Prozent des Holzwerks als original betrachtet, im Dachbereich liegt der Prozentsatz noch höher. Rund drei Viertel des Bestands der Dachlattung sind noch erhalten. Man geht davon aus, dass der Anteil der ursprünglichen Hohldachziegeln, der Nonnendeckung, entsprechend hoch ist, wogegen viele Mönche auf Grund von mangelnder Haftung abgerutscht sind.


Die Sanierung wird nach den Planungen der Stadt Esslingen bis 2011 dauern. Das Dach und die Holzkonstruktion der Burgstaffel sollen in drei Bauabschnitten saniert werden. Die Deckung ist jedoch unter großer Sorgfalt zu überarbeiten, da die aufliegenden historischen Ziegel unbedingt zu bewahren sind. Neue Mönchziegel, die strengen Vorgaben entsprechen und dem Altbestand angeglichen werden, sollen eingedeckt werden. Die schadhafte Holzkonstruktion ist von unten her zu erneuern, ohne die Ziegeldeckung zu beschädigen.


Die Esslinger Burgstaffel zählt ebenso wie vier weitere Denkmale in der Stadt am Neckar zu den rund 130 Förderprojekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden und aus Mitteln der Lotterie Glücksspirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Mehr lesen Sie in der ABZ 30/10.

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