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-   Baupolitik und Wirtschaft
Fabrik und Akademie: Bomag investiert rund 37 Millionen Euro
  Von Burkhard Büscher
Boppard. – Bomag will in diesem Jahr am Stammsitz in Boppard den Bau einer Produktionsanlage für Bandagen für 23 Millionen Euro und den Bau eines Kunden- und Trainingscenters für 14 Millionen Euro in Angriff nehmen. Für letztere Investition wurde jetzt das Ergebnis eines Architektenwettbewerbes vor Journalisten vorgestellt. Das Unternehmen hat nach eigener Aussage das Geschäftsjahr mit einem Wachstum von weit über 20 Prozent abgeschlossen und fühlt sich für die größte Investition in der Firmengeschichte gut aufgestellt.
Fabrik und Akademie: Bomag investiert rund 37 Millionen Euro
Geschäftsführer Ralf Junker: „Schauen optimistisch in das Geschäftsjahr 2012.“ Und das Modell des Entwurfs von Graft Architekten, das den ersten Preis gewonnen hat.
 

Noch vor zwei Jahren habe die Bomag in ihrer tiefsten Krise seit Firmengründung im Jahre 1957 gesteckt, erinnerte Ralf Junker, Geschäftsführer Produktion, bei der Vorstellung der Siegerentwürfe. „Wir hatten nie für möglich gehalten, dass die Baubranche innerhalb so kurzer Zeit so rapide einbrechen könnte, denn noch 2008 war für uns wiederholt ein Rekordjahr gewesen.“ In 2009 seien die Umsätze um 50 Prozent eingebrochen. Als größtes damaliges Problem nannte Junker die Unsicherheit, weil niemand gewusst habe, wie lange die Rezession dauern würde. „Die Stimmung hat sich seitdem sehr, sehr positiv verändert, speziell, was Umsatz und Auftragsentwicklung betrifft“, informierte der Geschäftsführer.

Fabrik und Akademie: Bomag investiert rund 37 Millionen Euro
Auszeichnung des Gewinners vom
ersten Preises des ausgeschrie-
benen Architektenwettbewerbes
(von links): Prof. Gerhardt Freising
(Vorsitzender der Jury), Thomas
Willemeit (Graft Architekten) und
Ralf Junker, Bomag-Geschäfts-
führer.                    Fotos: Büscher

Heute sei die Bomag wieder auf einem Niveau wie vor der Krise in den Jahren 2006 oder 2007 – allerdings noch nicht wie im Jahr 2008. Das Unternehmen blicke leicht optimistisch nach vorne auf das Geschäftsjahr 2012 und man könne sagen, es gehe weiterhin aufwärts und es werde jetzt in großem Stil investiert, wie es bisher in der gesamten Firmengeschichte nicht geschehen sei.

Junker: „Das mag für den einen oder anderen im Widerspruch zu dem stehen, was wir in den Nachrichten hören und in den Zeitungen lesen, aber wir müssen sagen, dass die Resonanz aus den Märkten für uns derzeit noch sehr positiv ist, speziell aus denen, die außerhalb von Europa liegen.“ In diesem Zusammenhang nannte Junker Asien und Südamerika. Deswegen gehe das Unternehmen so optimistisch in das kommende Geschäftsjahr.

Als Gründe für das Wachstum und den verhaltenen Optimismus auch für die folgenden Jahre nannte der Geschäftsführer in erster Linie die Produktoffensive, die in 2010 gestartet worden sei. Vor allem die Grabenwalze BMP 8500, der kleine Fertiger BF 300 und das neue Flaggschiff BF 800 hätten eine überwältigende Resonanz bei den Kunden hervorgerufen. Die Nachfrage übersteige bei diesen Produkten oftmals die Liefermöglichkeiten. Auch die neue kleine Asphaltfräse (Kaltfräse), komplett am Standort Boppart entwickelt und konstruiert, sei sehr gut bei den Kunden angekommen. Abgerundet werde die Produktoffensive durch verschiedene kleine Tandemwalzen – beginnend bei der BW 80 und endend bei der BW 138.

Mehr lesen Sie in der ABZ 03/11.

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