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-   Baupolitik und Wirtschaft
Energiewende in Deutschland:Leitungsbauern kommt eine Hauptrolle zu
Energiewende in Deutschland:Leitungsbauern kommt eine Hauptrolle zu
Qualifizierte Mitarbeiter sind die
Grundlage für fachgerechtes Arbeit-
en im Leitungsbau.           Foto: rbv
Köln (ABZ).- Nur wenige Monate nach der Katastrophe von Fukushima hat die Bundesregierung Tatsachen geschaffen: 2022 soll das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet werden, bis 2050 das Zeitalter der erneuerbaren Energien eingeleitet sein. Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie heißen einige der Hoffnungsträger, mit der die atomare Lücke langfristig geschlossen werden soll. Doch wer zukünftig verstärkt auf erneuerbare Energien baut und die Umsetzung der Konzepte mit begleitenden Gesetzen beschleunigt, der braucht auch leistungsfähige Netze, die dieses Tempo mitgehen.

Das gilt für Übertragungsleitungen, die den Windstrom von der Küste ins ganze Land bringen ebenso wie für intelligente Verteilnetze vor Ort, die es für immer mehr dezentral erzeugten Strom aus alternativen Energiequellen zu ertüchtigen gilt. Der Bau und die Verlegung der hierfür notwendigen Freileitungen und Erdkabel stellt eine gewaltige Aufgabe dar. Gleiches gilt für den Erhalt einer modernen Gas-, Wasser-, Fernwärme-, Kanal- und Kabelinfrastruktur, ein Thema, das bei den zurzeit dominierenden energiepolitischen Diskussionen nicht in Vergessenheit geraten darf. Fakt ist: Für den Ausbau der Netze werden innovative Techniken und qualifizierte Bauunternehmen benötigt, die in ausreichender Menge Mitarbeiter, Know-how und Gerät zur Verfügung stellen. Bei der Besetzung der anstehenden Aufgabenfelder können der Rohrleitungsbauverband (rbv) und die Leitungsbauunternehmen eine tragende Rolle spielen.

Energiewende in Deutschland:Leitungsbauern kommt eine Hauptrolle zu
Ein Ausbau der vorhan-
denen Netze ist für die
Realisierung der Energie-
wende unabdingbar.
          Foto: James Hardy

Trotz Weichenstellung gerät die Umsetzung der Energiewende mittlerweile etwas ins Stocken. Insbesondere der Ausbau des Stromnetzes wird von Branchenkennern als große Hürde dargestellt. Es herrscht jedoch Handlungsbedarf: In ihrem Monitoringbericht 2011 warnt die Bundesnetzagentur, dass die bestehenden Netze durch die Vielzahl der in den letzten Jahren zu erfüllenden Transportaufgaben und die Veränderung der Erzeugungsstruktur am Rand der Belastbarkeit angekommen seien. „Doch in Zukunft müssen wachsende Mengen an Strom aus erneuerbaren Energien aufgenommen und in die Verbrauchszentren transportiert werden“, erläutert rbv-Präsident Klaus Küsel. Grundlage hierfür ist die Schaffung intelligenter Stromnetze. „Die so genannten smart grids sollen Stromerzeuger, Stromspeicher, Verbraucher sowie Übertragungs- und Verteilungsnetze über modernste Informations- und Kommunikationstechnologie so miteinander verbinden, dass die zur Verfügung stehende Primärenergie effizient, sicher, wirtschaftlich und umweltfreundlich genutzt werden kann“, so Küsel weiter. I

nteressant für die Leitungsbauer: Aufgrund einer deutlich schwindenden Akzeptanz der Bevölkerung in Bezug auf den geplanten Netzausbau und den damit verbundenen Bau von weiteren Strommasten könnte die Variante der Erdverlegung von Stromleitungen als Alternative zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Der Leitungsbau wartet hier auf positive Impulse.

Der rbv und seine Mitgliedsunternehmen stehen bereit, Aufgaben zu übernehmen, die der Netzaus- und -umbau im Strom-, Gas-, Wasser- und Abwasser-, Nah- und Fernwärmebereich sowie in der Breitbandverkabelung erfordert. Doch nach wie vor fehlen vielen Kommunen die erforderlichen Finanzmittel, es wird zu wenig in die Instandhaltung und Erneuerung der Ver- und Entsorgungsnetze investiert. Jetzt rächt sich, was über viele Jahre sträflich vernachlässigt wurde. „Die zu geringen Investitionen haben zu sanierungsbedürftigen Netzen aber auch zu sinkenden Personalressourcen geführt“, macht Küsel auf einen weiteren Sachverhalt aufmerksam. „Es wird deshalb Jahre dauern, bis das Personal wieder rekrutiert ist, um die von allen Seiten angekündigten Investitionen in Milliardenhöhe abzuarbeiten.“

Mehr lesen Sie in der ABZ 03/12.

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Zusatzvergütung für Reparatur?
Rechtsanwalt Sebastian Büchner
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Darum gehts: Der vom Auftragnehmer (AN) verlegte PVC-Boden wirft bereits vor der Abnahme Blasen und Beulen. Als Ursache kommen zu große Estrichfeuchte zum Einbauzeitpunkt (hierzu hatte der AN rechtzeitig Bedenken angemeldet) sowie Endreinigungsarbeiten eines weiteren Unternehmers in Betracht, durch die das gesamte betroffene Stockwerk einige Wochen später kurzzeitig unter Wasser gesetzt worden war. Der Auftraggeber (AG) beauftragt schriftlich die Durchführung der Reparaturarbeiten, möchte aber trotzdem nicht bezahlen. Er weist darauf hin, dass der Gefahrübergang noch nicht erfolgt war und dass er deswegen keine Zusatzvergütung, erst recht nicht wie abgerechnet in Stundenlohn schulde.
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